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iPhone-Killer Nokia N97?

Ja, ich gebe es zu – ich bin ein kleiner Techie. Ich mag Notebooks, Gadgets, Mp3-Player, lustig-sinnlose USB-Anhängsel und meinen Poken habe ich auch immer mit.

Besonders spannend finde ich aber Geräte, die versprechen, die Internetnutzung fernab vom PC einfacher und angenehmer zu gestalten.
Genau das bedeutet für mich Zukunft: Zugang zu Informationen, Kommunikation, Austausch jederzeit, überall, ohne schweren (Netbook/Notebook-)Ballast und vor allem auf einfache Weise.

Apple hatte mit dem iPhone ein Gerät herausgebracht, das dem schon recht nahe gekommen ist. Insbesondere das große Touchdisplay und die einfache Bedienung sowie auch die Möglichkeit, per WLAN online zu gehen, haben das Nutzerverhalten vieler bis dato „normaler“ Handyuser verändert.

Und auch wenn das iPhone noch viele Macken hat und meines Erachtens definitiv verbessert werden sollte – eines muss man Apple in der Tat lassen: Es hat die mobile Internet-Wahrnehmung und die Möglichkeit, mit dem Handy online zu gehen, in der Gesellschaft verändert. Saßen früher in Cafés oft Leute mit Notebooks am Tisch, sind es heute die iPhones, auf denen Mails verfasst oder über  Facebook Nachrichten geschrieben werden, es wird getwittert, eine Wegbeschreibung wird via Google Maps veranschaulicht und Songs werden auf Youtube angeschaut.

Bei vielen Handys war die Internetnutzung aufgrund zu kleiner Displays, fusseliger Tastatur und fehlender UMTS- oder WLAN-Hardware mühsam und nie eine echte Alternative zum Notebook. Das iPhone hat es geschafft, dass Millionen User das Internet in ihrer Hosentasche mittragen. Glückwunsch!

Jedes Handy, das heute auf den Markt kommt und von sich behauptet, ein smartes, internetfähiges Phone zu sein, muss sich daher als potentieller „iPhone-Killer“ mit Apples Meisterstück messen lassen.

Das N97 von Nokia wird, so hoffe ich, nicht nur versuchen, ein iPhone-Klon zu sein, sondern auch das mitbringen, was Nokia all die Jahre über als Marktführer ausgezeichnet hat – eine einfache, intuitive Bedienung für SMS und Telefonfunktion, sowie einen sinnvollen Kalender und ein gut managebares Telefonbuch.

Beim iPhone werden die Telefonfunktionen eher stiefmütterlich behandelt und es wird deutlich, dass Apple, bei aller Brillianz, die langjährige Erfahrung der Mobile-Geräte-Entwickler fehlt.

Beim N97 kann ich davon ausgehen, dass die altbewährten Nokia Telefon-Features erhalten bleiben und mit den neuen Internet-Programmen vollendet werden.

Das, was mir beim iPhone bisher gefehlt hat, ergänzt das N97 – eine echte, mechanische  (QWERTZ-) Tastatur und die Möglichkeit, zwischen den Anwendungen zu wechseln. Ein multitaskingfähiges, mit Touchdisplay ausgestattetes Nokia, das über UMTS oder WLAN die neuesten Videos abspielt, mit dem ich auf einen Knopfdruck hin meinen Facebook-Account aktualisieren und gleichzeitig skypen kann, kurz: kein Mischmasch (ein Viertel Telefon, ein Viertel MP3-Player, halbes Internet) wie das iPhone, sondern ein echtes Multimedia-Handy, ein „Personal Internet Device“. Damit ist die Zukunft ein ganzes Stück in die Nähe gerückt.

Erwähnenswert seien noch der große Speicher (35 Gigabyte), die 5-Megapixel-Kamera und integriertes GPS, mit denen Nokia seinen Multimedia-Alleskönner ausstattet. Und, sehr nette Spielerei: Dank integriertem UKW-Sender (FM-Transmitter) lässt sich die gespeicherte Musik auf jedem beliebigen Radio abspielen. Ein UKW-Empfänger ist natürlich mit dabei.  Sehr cooles Feature, das ich mir schon lange beim iPod wünsche (ohne es extra kaufen zu müssen).

Es bleibt allerdings abzuwarten, ob sich der Ovi-Store so erfolgreich wie iTunes entwickelt. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass viele Firmen in Zukunft nicht nur auf iPhone Apps, sondern eher auf entsprechend angepasste mobile Websites setzen werden, da sie mit diesen die größere Masse erreichen werden.

Ob das neue Nokia N97 tatsächlich ein iPhone-Killer ist? Nun, ich werde berichten, sobald ich es getestet habe. Bald*, hoffe ich. 🙂

nokia-n97

P.S.: An dieser Stelle noch eine kurze Info zu meinem jetzigen Handy: Ich benutze seit 2006  immer noch das Nokia N70, das mir sehr treue Dienste geleistet hat und damals ein echter Vorreiter war. Dank toller TomTom-Navigationssoftware hat es mich insbesondere in Stuttgart und München oft vor dem Verzweifeln bewahrt. Ohne das N70 würde ich sogar in Köln auf dem Weg von Sülz nach Lindenthal wahrscheinlich immer noch versehentlich in Raderthal oder Rodenkirchen landen. 😉

* Es gibt aktuell ein Gewinnspiel, bei dem man das N97 testen kann, und ja, ich nehme hiermit dran teil. 🙂

Links
Datenschmutz
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Helmut auf mobilitylounge.at
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