Natur und so.

Yippie, die Tage werden länger! Wenn man hinschaut, sieht man Bäume und Sträucher blühen. Geht es euch auch so, dass so ein paar Sprossen und Blüten direkt gute Laune verbreiten und einen schnurstracks in die Kindheit zurückversetzen, in der man im Frühling die meiste Zeit im Wald verbracht hat?
Das betrifft wahrscheinlich nur jene, die ach auf dem Land großgeworden sind. Meine Kindheit verbrachte ich in einem kleinen, sehr bewaldeten Dörfchen im Münsterland. Und das recht behütet.

Als ich z.B. das Anti-Drogen Lied „Am Tag, als Johnny Cramer starb“ von Juliane Werding als Kind hörte, nahm ich nach einigem Rätselraten an, er sei bei einem Fallschirmsturz ums Leben gekommen. Sie singt nämlich irgendwas von „er flog so hoch und fiel so tief“ oder so ähnlich. In meiner kindlichen Naivität damals hatte ich keine Ahnung von der Existenz Heroins oder der anderer Drogen (ausser Alkohol, das omnipräsente Dorf-Rauschmittel).
Jahre später erst machte der Songtext auf einmal mehr Sinn, und mir war meine lange Leitung etwas peinlich.

Trotz dessen möchte ich eine Kindheit auf dem Land nicht gegen die in einer Großstadt tauschen. Man denke nur an lange Nachmittage im Wald, während die Sonne durch die Äste hndurch scheint, alles in ein warmes weiches Licht taucht und im Hintergrund irgendwelche Vögel um die Wette piepsen.
Möglich, dass ich eine etwas verklärte Sicht angenommen habe…aber irgendwie stelle ich mir so einen Frühlingsnachmittag als Kind im Wald oder auf der Wiese viel cooler vor als z.B. in Berlin Mitte oder gar Neukölln.

Aber zurück zum Thema. Was mich hier in Köln ein wenig traurig stimmt, ist, dass man den Frühling gar nicht wirklich mitbekommt. Zumindest hier im Belgischen Viertel fehlen defintiv ein paar Bäume. Würde ich nicht täglich nach dirty Leverkusen ins Naturschutzgebiet zur Arbeit fahren, würde ich überhaupt keine spriessenden Bäumchen sehen. Schade, schade, schade. Ein Park ist da echt kein Ersatz für. Und aus diesem Grund überlege ich, ob ich dieses Wochenende ins schöne, sehr idyllische Marburg fahren soll, um einfach mal ein bisschen Natur zu tanken.

Marburg liegt, für alle, die noch nicht da waren, mitten in Hessen, zwischen Frankfurt und Kassel (und hat nichts mit Magdeburg oder dem Osten zu tun, wie manche fälschlicherweise annehmen). Eingebettet zwischen einigen Tälern und direkt an der Lahn erbaut, geht mir zumindest immer das Herz auf, wenn ich von der Autobahn aus einen ersten Blick auf die Stadt und das Schloß oben am Berg erhasche. Klingt ziemlich kitschig, oder? Ist aber so. Marburg ist echt eine Perle. Hier ein Foto, auf dem man ein wenig erkennen kann, wie grün die Stadt ist.

marburg_panorama.jpg

Es gibt dort übrigens einen Aufzug, mit dem man in die Oberstadt fahren kann. Cool, oder? 🙂

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